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Die pflegende Algen-Seife mit Algenzuckern

Oceanwell Algen-Seige mit Laminaria-Alge

Die neue Oceanwell Algen-Seife mit Fucoidan aus Braunalgen pflegt die Haut mit Kokosöl, Rapsöl und Sheabutter. Ihr Schaum ist durch die Algenzucker besonders seidig und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl.

Bei der Körperreinigung gibt es im Wesentlichen zwei große Lager: Während die meisten Menschen in der Dusche ein Reinigungs-Gel verwenden, nutzen andere am liebsten ein Seifenstück zur Körperwäsche. Daher haben sich in den letzten Jahren viele Hersteller von Körperpflegeprodukten vermehrt auf Seifen spezialisiert.

Bei diesem Seifen-Trend stehen neben der Reinigungswirkung vor allem der Duft und dekorative Zutaten im Vordergrund. Bei der Produktentwicklung unserer Oceanwell Algen-Seife legten wir unseren Fokus primär auf die pflegenden Eigenschaften.

Algen-Seife mit Laminaria-Alge

Produktentwicklung

Zunächst wollten wir getrocknete Algen-Flakes zur Seife geben, jedoch war das Resultat für einige Anwender unangenehm: Sie beschrieben die Seife wie festes Griebenschmalz beim Verreiben auf der Haut. Die Flakes wurden zwar beim Kontakt mit Wasser weich, die derben Stückchen hatten aber einen Peeling-Effekt und hinterließen klebrige Algenstückchen im Waschbecken bzw. in der Dusche. Es musste also eine andere Lösung her.

Es ist lange bekannt, dass getrocknete Algen bei Kontakt mit Leitungswasser eine gallertige Oberfläche ausbilden. Verantwortlich für die geleeartige Textur sind die sog. Algenzucker, welche wir als Verdicker aus der Lebensmittelindustrie – z. B. Alginat, Agar oder Carrageen – kennen. Dieser “Algen-Schleim” ist sehr seidig und angenehm auf der Haut, daher wollten wir dieses seidige Gefühl auf den Seifenschaum übertragen.

Bei der Herstellung unserer Algenwirkstoffe werden die Extrakte vor dem Abfüllen filtriert. Dabei bleiben langkettige Algenzucker zurück und können aufgefangen und gefriergetrocknet werden. Das resultierende gelblich-grüne Pulver besteht zum Großteil aus schwefelhaltigen Algenzuckern (sulphatierte Polysaccharide), wovon Fucoidan den mengenmäßig größten Anteil ausmacht. Bei den Inhaltsstoffen der Algen-Seife geben wir daher die INCI “Fucoidan” an.

Algen-Seife im Wasser mit Alge

Herstellung der Algen-Seife

Die Seifen werden regional in der Kieler Seifen Manufaktur hergestellt. Dabei werden die pflanzlichen Öle (Rapsöl aus Schleswig-Holstein, Kokosöl und Sheabutter) unter Hinzufügen des Algen-Bleeds mit heißer Natronlauge verseift. Der zugegebene Oceanwell Duft mit Lemongras und Hoholz hat einen starken Einfluss auf die Konsistenz der Seife, daher darf der Duftanteil nicht zu groß sein. Nach dem Abkühlen des “Seifenleims” muss er gut 6 Wochen lang reifen. In dieser Zeit verfestigt sich die Seife durch den Wasserverlust über die Oberfläche.

Anwendung der Algen-Seife

Mit einem Überschuss an Ölen (7 % Überfettung) entsteht eine milde, rückfettende und pflegende Seife für Gesicht und Körper. Zum Haarewaschen von längerem Haar ist die überfettete Seife weniger geeignet, da sich die Fettsäuren auf die Haare legen und diese strähnig aussehen lassen.

Aufgrund der Verseifung mit Lauge hat das Waschstück immer einen basischen pH-Wert um 8,5. Dieser pH-Wert neutralisiert die über Schweiß und Talg abgesonderten Säuren aus dem Stoffwechsel. Somit ist die Algen-Seife eine ideale Ergänzung zu basischen Bädern.

Als nahezu wasserfreies Waschstück hat es einen besseren “Carbon Footprint” als eine vergleichbare Flüssigseife oder ein Reinigungsgel.

Händewaschen

Wirkung der Algen-Seife

Die Körperseife – auch für Gesicht und Hände – reinigt zuverlässig. Auf der Haut bewirken die Hydrokolloide ein anhaltend samtiges Hautgefühl. Die Überfettung verhindert das Austrocknen der Haut nach dem Reinigungsprozess und hilft, den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) nach dem Waschen zu reduzieren. Zurück bleibt ein gepflegtes Hautgefühl. Die Seife ist geeignet für Hände, Gesicht und Körper sowie für kurzes Haar.

Verschiedene Arten von Seifen

Ursprünglich bezeichnet der Begriff “Verseifung” die basische Hydrolyse von Triglyceriden, z. B. tierischen Fetten oder pflanzlichen Ölen, mit Laugen wie Soda, Natronlauge oder Kalilauge. Dabei entstehen zum einen der dreiwertige Alkohol Glycerin und die jeweiligen Fettsäureester, deren Salze Seifen genannt werden. Fettsäureester haben einen polaren “Kopf” und einen unpolaren “Schwanz”. Damit wirken Seifen emulgierend und lösen auch fetthaltigen Schmutz im Wasser. Die Verseifung mit Natronlauge liefert Kernseife, bei der Verseifung mit Kalilauge entsteht Schmierseife.

In Wasser unlösliche Kalkseifen bilden sich häufig unerwünscht bei der Verwendung von Seifen in hartem Wasser. Kalkseifen schlagen sich als Ablagerungen in Waschbecken, Badewannen und Abflussrohren nieder. Sie können auch nach der Haarwäsche mit Seife auf dem Haar zurückbleiben und das Haar stumpf erscheinen lassen. Mit sauren Flüssigkeiten wie Apfelessig oder Zitronenwasser können diese Kalkseifen ausgespült werden.

Waschaktive Substanzen (Tenside) kommen übrigens auch als Saponine in Pflanzen vor: Der Saft aus den Rhizomen des Echten Seifenkrauts wurde schon früh als Waschmittel verwendet, daher auch der botanische Gattungsname Saponaria. In hoher Konzentration treten Saponine in Kastanien und in der Rinde des südamerikanischen Seifenrindenbaumes (Quillaja saponaria) auf.

Bildnachweise:
Betragsbild und Produktfotos von Lisa Stegk, oceanBASIS
Händewaschen von Burst auf Pexels.com

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