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Kosmetik, Wissen

Was ist das NATRUE-Label?

Sämtliche Oceanwell-Produkte sind nach den Richtlinien des strengen Naturkosmetik-Siegels NATRUE zertifiziert. In diesem Artikel erfährst Du, welche Kriterien dafür gelten und warum Produkte mit dem NATRUE-Label garantiert ohne schädliche Chemie hergestellt werden.

NATRUE ist ein nicht gewinnorientierter Verband, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Naturkosmetik international zu schützen und zu fördern. Dieses Siegel ist inzwischen auf dem Naturkosmetikmarkt am weitesten verbreitet. Aktuell (Stand 11/2025) sind etwa 6000 Produkte aus 212 Marken und über 4500 Rohstoffe zertifiziert und tragen das NATRUE-Logo. Die maritime Naturkosmetik Oceanwell sowie seine Submarken OceanCollagen und Biomarine Cellsupport gehören zu den ersten 8 Naturkosmetikmarken, die nach den strengen NATRUE-Richtlinien zertifiziert wurden.

Inhaltsverzeichnis

  • Die Hauptkriterien
  • Die Rohstoffe
  • Die Label-Stufen
  • Die Siegelvergabe

Die Hauptkriterien

Um Greenwashing zu verhindern, können Unternehmen nicht nur ein oder zwei Produkte zertifizieren lassen: Mindestens 75 Prozent des Sortiments müssen die Kriterien des Siegels erfüllen.

Die Rohstoffe dürfen aus Pflanzen, Tieren oder Mineralien hergestellt werden, jedoch sind keine toten Wirbeltiere als Rohstoffquelle erlaubt – dafür jedoch Milch, Honig oder Wollwachs. Die Produkte der Oceanwell Basic.Line sowie der Biomarine Cellsupport Serie enthalten keine tierischen Inhaltsstoffe und sind demnach vegan. Das ozeanische Kollagen wird aus wirbellosen Wurzelmundquallen gewonnen und ist daher das einzige NATRUE-zertifizierte Kollagen auf dem Markt. Die OceanCollagen Serie ist somit nicht vegan.

Sämtliche synthetisch hergestellten Rohstoffe – darunter auch Duft- und Farbstoffe – sowie Produkte aus der Erdölindustrie (z. B. Parabene, Silikone, Parafine, Mikroplastik) sind von der Verwendung ausgeschlossen. Die Testung der Produkte im Tierversuch ist streng verboten.

Die Verpackungen müssen auf ein Minimum reduziert sein (keine “Mogelpackung”), sollten weitestgehend wiederverwertbar – oder besser wiederverwendbar – sein und möglichst aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.

Die Rohstoffe

Über die Anforderungen aller Naturkosmetikstandards hinaus hat NATRUE die Inhaltsstoffe von Kosmetika in 3 Kategorien eingeteilt:

  •  Naturstoffe sind chemisch unveränderte aus der Natur stammende Stoffe pflanzlichen, anorganisch-mineralischen oder tierischen Ursprungs, für die nur physikalische und enzymatisch / mikrobiologische Verfahren zur Herstellung zugelassen sind. Der von oceanBASIS eigens produzierte Algen-Extrakt entspricht zum Beispiel dieser Kategorie.
  •  Naturnahe Stoffe müssen generell aus Naturstoffen gewonnen werden. Zur Gewinnung dieser Stoffe sind nur bestimmte, genau definierte chemische Reaktionen und biotechnologische Verfahren zugelassen. Zu ihnen gehören die meisten Emulgatoren, Verdicker, Tenside und Konsistenzgeber.
  •  Naturidentische Stoffe für Natur- und Biokosmetik sind zum Beispiel die Konservierungsstoffe (z. B. Natriumbenzoat und Kaliumsorbat) sowie anorganische Pigmente und Mineralien. Die Konservierer kommen auch in der Natur vor (z. B. in verschiedenen Beeren), werden jedoch aufgrund der Bedarfsmenge auf dem Weltmarkt chemisch erzeugt.

Wasser wird nicht bei der Berechnung des natürlichen oder biologischen Gehalts eines Produkts berücksichtigt, um den tatsächlichen prozentualen Anteil der Inhaltsstoffe in einem Produkt eindeutig darzustellen.

Die kosmetischen Produkte werden in 13 Produktgruppen unterteilt, darunter dekorative Kosmetik, tensidhaltige Reinigungsmittel, Emulsionen und Gele zur Hautpflege. Je nach Produktgruppe sind der Mindestgehalt an Naturstoffen sowie der Maximalgehalt naturnaher Stoffe definiert. Eine Einschränkung der Menge von naturidentischen Stoffen gibt es nicht. Ab Juli 2024 dürfen in Fertigprodukten nur noch NATRUE zertifizierte oder anerkannte Rohstoffe eingesetzt werden.

Bei der Herstellung der Rohstoffe dürfen nur bestimmte chemische Verfahren angewendet werden, die auch in der Natur vorkommen. Dazu gehören z. B. Veresterung, Hydrolyse, Oxidierung und Sulfatierung.

Flasche mit Olivenextrakt

Die Label-Stufen

Das NATRUE-Label unterscheidet zwei Stufen der Zertifizierung:

  1. Naturkosmetik
  2. Biokosmetik

Bis zum 31.12.2020 gab es neben diesen beiden noch eine dritte Labelstufe: “Naturkosmetik mit Bio-Anteil”. Produkte mit dieser Kennzeichnung werden noch verkauft bis das Produktzertifikat ausläuft.

In welche Zertifizierungsstufe ein Produkt fällt, ist abhängig von den Anteilen der natürlichen und biologischen Inhaltsstoffe.

In den 13 Produktgruppen sind der Mindestgehalt an Naturstoffen und der Maximalgehalt an naturnahen Stufen festgelegt. So müssen in der Labelstufe Naturkosmetik in einer O/W-Emulsion (Creme) mindestens 10 % Naturstoffe und maximal 25 % naturnahe Stoffe enthalten sein. In der Labelstufe Biokosmetik sind es dann mindestens 15 % Naturstoffe und maximal 20 % naturnahe Stoffe.

In der Stufe „Naturkosmetik“ können auch Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau eingesetzt werden.

Für die Labelstufe „Biokosmetik“ gelten höhere Untergrenzen für Naturstoffe und niedrigere Obergrenzen für naturnahe Stoffe. Zudem müssen mindestens 95 Prozent der natürlichen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischer Erzeugung und/oder aus kontrollierter Wildsammlung stammen.

Die Siegelvergabe

Um eine objektive Bewertung der Produkte zu ermöglichen, hat der wissenschaftliche Ausschuss von NATRUE Kriterien erarbeitet und ist für deren Weiterentwicklung zuständig. Die Prüfung der Produkte und Produktionsprozesse erfolgt durch unabhängige Zertifizierungsunternehmen. Um das Siegel zu erhalten, ist eine erfolgreiche Überprüfung der Produktdokumentation sowie des Produktionsablaufes durch einen unabhängigen Zertifizierer erforderlich.

Es gibt zwei Kontrollen: Zunächst sendet das Unternehmen Unterlagen zu Produkten und den eingesetzten Rohstoffen an einen ausgewählten Zertifizierer. Dieser beurteilt dann, ob die Produkte und Rohstoffe den NATRUE-Kriterien entsprechen. Im zweiten Schritt überprüft der Zertifizierer dann vor Ort – sowohl beim Lizenznehmer als auch beim Lohnhersteller, ob die Herstellung der Produkte auch wirklich mit den Angaben in den Unterlagen übereinstimmen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Rückverfolgbarkeit vom Rohstoff bis zum Produkt.

Wenn alles nachvollziehbar ist, erhält das Produkt ein Abschlusszertifikat und darf das NATRUE-Siegel auf die Verpackung drucken. Alle zwei Jahre erfolgt eine erneute Überprüfung. Bei einem Verstoß gegen die Kriterien kann das Label entzogen werden. Oceanwell wird seit 2008 durch das renommierte Unternehmen EcoControl – Teil der AbCert AG – zertifiziert.

Wenn Du also Wert auf tierversuchsfreie Kosmetikprodukte ohne schädliche Chemikalien und unnötige Zusatzstoffe legst, dann ist Oceanwell mit dem NATRUE-Siegel eine sichere Wahl.

Quellen:
NATRUE Webseite
Beitragsbild: Stefanie Jockschat von Pixabay.com

Weiterführende Links:
Übersicht der verschiedenen Naturkosmetik-Siegel im NDR Ratgeber
Was bedeuten die INCI auf Kosmetikprodukten?

 

  • Über die Autorin | Über den Autor
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Thorsten Walter
Thorsten Walter

Mein Name ist Thorsten Walter. Ich bin Diplombiologe und habe nebenberuflich als Präventionspraktiker und Gesundheitsberater gearbeitet. Meine Aufgabe bei oceanBASIS ist der Bereich »actives«, also die Wirk- und Rohstoffe der Kosmetik.

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21. November 2023/2 Kommentare/von Thorsten Walter
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2 Kommentare

Trackbacks & Pingbacks

  1. Maritime Geschenke zum Wohlfühlen - Oceanblog sagt:
    9. November 2023 um 16:27 Uhr

    […] patentiertem ozeanischen Kollagen – das einzige Kollagenprodukt am Markt, das nach den strengen NATRUE-Naturkosmetik-Richtlinien zertifiziert ist. Die Kollagenfasern legen sich wie ein ultrafeines Mikro-Vlies voller […]

    Antworten
  2. Greenwashing - gefährliches Marketing - Oceanblog sagt:
    31. August 2023 um 11:47 Uhr

    […] Mehr zum Thema in diesem Blogbeitrag: Was ist das NATRUE-Label? […]

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