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Kosmetik, Wissen

Die Wirkung von Fucus auf Körper und Haut

Montage - Fucusalgen im Gesicht

Der Blasentang Fucus vesiculosus ist eine in der Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik weit verbreitete Braunalgenart mit einer Vielzahl an Wirkstoffen. Diese wirken nachweislich positiv auf Haut und Schilddrüse und sind damit ein guter Wächter für den Körper. Um die positiven Wirkungen verfügbar zu machen, haben wir das Nahrungsergänzungsmittel “my Bodyguard” entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

  • Verwendung von Fucusalgen
  • Die Wirkungen der Inhaltsstoffe
  • Weitere Algeninhaltsstoffe
  • Darm-Haut-Achse
  • Fucuspulver von Oceanwell Healthfood
  • So wächst Fucus im Meer

Verwendung von Fucusalgen

Ab dem 17. Jahrhundert wurde Seetang in Frankreich verbrannt, um die kalzium-, jod- und alkalireiche Asche für die Glas- und Seifenindustrie zu gewinnen. Seit der Entdeckung des Elements Jod im gleichen Jahrhundert wurde der Blasentang – wie auch andere Braunalgen – aufgrund seines hohen Jodgehalts von 0,1 bis 0,5 % als Jodquelle zur Therapie bei Kropfvergrößerung eingesetzt. (→  Jod – für mehr als nur die Schilddrüse)

In der Volksmedizin wird der Blasentang auch bei Arteriosklerose, Asthma, übermäßigem Schwitzen, starkem Übergewicht, bei Stoffwechselerkrankungen und als Abführmittel eingesetzt. Als besonders wirksam bei rheumatischen Gelenkbeschwerden soll sich angeblich die Anwendung eines Bades mit Fucus eignen. Der hohe Gehalt an Mineralstoffen der Braunalge wirkt sich günstig bei Hautproblemen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis aus.

Braunalgen sind eine gute Ergänzung zu einer Diät, denn sie verfügen über fettbekämpfende Eigenschaften. Besonders das braune Fucoxanthin trägt dazu bei, das Fettgewebe zu reduzieren.

Auch wenn es um “Entschlackung” bzw. “Detox” geht, sind Braunalgen nicht wegzudenken. Durch die anregende Wirkung des Jods und anderer Bestandteile werden die Ausscheidungsorgane aktiviert und auf diesen Wegen Schadstoffe und Stoffwechselendprodukte aus dem Körper entfernt. (→ Die Haut ist ein Ausscheidungsorgan)

Die Wirkungen der Inhaltsstoffe

Die von der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) geprüften und als wissenschaftlich erwiesenen Wirkungen von Jod werden als gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) bezeichnet:

  • Jod trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
  • Jod trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • Jod trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
  • Jod trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei

Laut der Stellungnahme 005/2021 des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist die Jodversorgung in Deutschland wieder rückläufig. Daher ist eine zusätzliche Jodzufuhr über natürliches Jodid anstelle des mit Jodat versetzten Speisesalzes eine willkommene Alternative.

Neben dem Element Jod kommen auch andere Mineralstoffe und Spurenelemente  wie Brom, Bor, Eisen, Kupfer, Magnesium, Selen, Strontium und Zink in höheren Mengen vor. (→ Spurenelemente für eine schöne Haut)

Durch die Verschmutzung der Küsten und Gewässer finden sich auch unerwünschte Elemente im Meerwasser und somit auch in den Algen. (→ Reinheit des Meerwassers) Die Konzentration der Schadstoffe wird jedoch regelmäßig getestet und unterschreitet die Grenzwerte in den meisten Fällen bei weitem.

Bildmontage - Fucus unter Wasser

Weitere Algeninhaltsstoffe

Weiterhin enthält der Blasentang neben braunen Farbpigmenten (Lichtsammelkomplexen) und Polyphenolen auch spezielle Algenzucker – sulphatierte Polysaccharide wie Fucoidan und Laminarin. Viele der für Braunalgen typischen Stoffgruppen wurden zunächst in Fucus beschrieben, daher besitzen viele dieser Wirkstoffe Namen mit der Vorsilbe “Fuco”, z.B. Fucose, Fucoxanthin, Fucoidan oder Fucosterol.

Fucoxanthin, ein zur Gruppe der Carotinoide gehörender, brauner Pflanzenfarbstoff, hat antioxidative Eigenschaften und schützt die Augen vor Lichtschädigung, den Darm vor Entzündungen, die Leber vor oxidativem Stress und vor neurodegenerativen Schäden. Es wirkt zudem auf den Fettstoffwechsel und kann bei der Gewichtsreduktion unterstützen. Fucosterol hat ein ähnliches Wirkspektrum, wirkt aber mit anderen Mechanismen.

Fucoidan ist ein schwefelhaltiges (sulfatiertes) Polysaccharid, welches den Zucker Fucose enthält. Als Schleimstoff ist es Teil der Zellwand von Algen. Aktuell wird viel an Fucoidan geforscht (→ Der Algenzucker Fucoidan). Es stärkt das Immunsystem, wirkt Entzündungen entgegen, schützt den Darm und unterstützt bei der Krebsvorsorge. Im Rahmen des deutsch-dänischen Projekts “FucoSan” konnten weitere interessante Wirkungen von Fucoidanen identifiziert werden. (→ Algen – Gesundheit aus dem Meer)

Diese synergistisch wirkenden Algeninhaltsstoffe zeigen in wissenschaftlichen Studien eine Vielzahl an Wirkungen, z. B. antibiotisch, antiviral, immunstimulierend und stoffwechselregulierend. Auch die Haut profitiert von den zahlreichen Biomolekülen der Algen.

Darm-Haut-Achse

Algen sind seit Jahrhunderten ein traditionelles Lebensmittel mit positiven Auswirkungen auf den gesamten Körper. Die Schleimstoffe und speziellen Algenzucker entfalten ihre Wirkung bereits im Darm. (→ Ich esse Algen. Also bin ich.) Die Algen lockern den Nahrungsbrei auf, dienen der Darmflora als Ballaststoff und wirken positiv auf das darmassoziierte Immunsystem. Dies hat weitreichende positive Wirkungen auf den gesamten Organismus, so dass Algen eine wunderbare Ergänzung für die ganzheitliche Küche darstellen. (→ Ganzheitliche Ernährung – und wie Algen dazu beitragen können)

Eine hohe Diversität der Darmflora wirkt sich auch auf die gesunde Hautflora aus und trägt somit auch auf diesem Weg zu einer gesunden Hautfunktion bei. (→ Das Mikrobiom der Haut)

Fucuspulver von Oceanwell Healthfood

Neben den vier Sorten getrockneter Bio-Algen unserer Marke Meeresgarten gibt es in der Sparte “Healthfood” von Oceanwell nun auch Fucus-Pulver aus eigener Ernte in Kapselform. Das Produkt “my Bodyguard” findest Du in unserem Shop.

my Bodyguard mit Fucus Algen

 

So wächst Fucus im Meer

Die mehrjährige Makroalge („Tang“) wird in manchen Regionen auch Meereiche, See-Eiche, Schweinetang oder Höckertang genannt und hat meist eine Länge zwischen 10 cm und 30 cm. Das Phylloid (die “Blätter”) der Alge erscheint gelblich-braun bis braungrün, ist lederartig derbe und flach. Es verzweigt sich gabelig und wird von einer Mittelrippe durchzogen. Die verzweigte Pflanze ist über eine Haftplatte mit dem Untergrund verbunden. Namensgebend sind die beidseitig der Mittelrippe angeordneten, paarigen Gasblasen, die der Alge Auftrieb im Wasser geben. Die endständigen Blasen sind schleimig gefüllt und dienen als Geschlechtsorgane (Rezeptakel) der Fucusalgen. Damit die Pflanze bei Ebbe nicht austrocknet, ist sie mit einer Schleimschicht überzogen.

Meist kommen an einem Küstenstandort zwei bis drei Fucus-Arten vor, die in Gürteln – nach Arten getrennt – vorkommen. Eine klassische Reihenfolge, wie man sie z. B. an vielen Küsten der Nordsee findet:

  • Fucus spiralis („Spiraltang“) wächst im oberen Bereich der Gezeitenzone (Intertidal)
  • Fucus vesiculosus („Blasentang“) im mittleren Bereich der Gezeitenzone
  • Fucus serratus („Sägetang“) im unteren Bereich der Gezeitenzone bis an die Grenze der nächsten Tiefenzone (Subtidal), wo die Gattung Fucus dann meist von Vertretern der Laminariales („Laminaria-Alge“; Saccharina latissima) abgelöst wird

Blasentang war bis zum 20. Jahrhundert an der deutschen Küste überall zu finden. Die Algen wurden in bis zu 14 Metern Tiefe gefunden. Seit den 1980er Jahren gab es einen extremen Rückgang – bis zu 95 % –  an den Ostseeküsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburgs. Es gibt verschiedene Gründe, welche den Rückgang der Pflanzen erklären. Die Schwesterfirma CRM ist an einem Fucus-Monitoringprojekt im Auftrag des Landesamtes für Umwelt des Landes Schleswig-Holstein beteiligt.

Der Blasentang steht an den deutschen Küsten unter Naturschutz und darf daher nicht zu kommerziellen Zwecken geerntet werden. Die Algen für “my Bodyguard” werden von unseren Mitarbeitern in Dänemark von Hand geerntet. (→ Algenernte nachhaltig gestalten)

In welchen Projekten wir ebenfalls mit Fucus arbeiten, zeigen wir Dir im Artikel „What the Fucus?“ und im Video mit unserem Kollegen Dr. Rafael Meichßner.

Algenernte in Dänemark

Bildnachweise:
Titelbild: Bildmontage mit Portrait von 422694 auf Pixabay.com
Fucusalgen unter Wasser: Bildmontage mit Fotos von Nikolas Linke
Algenernte: Foto von Dr. Levent Piker

 

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Thorsten Walter
Thorsten Walter

Mein Name ist Thorsten Walter. Ich bin Diplombiologe und habe nebenberuflich als Präventionspraktiker und Gesundheitsberater gearbeitet. Meine Aufgabe bei oceanBASIS ist der Bereich »actives«, also die Wirk- und Rohstoffe der Kosmetik.

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  • Antimikrobielle Peptide der Haut
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9. Februar 2024/0 Kommentare/von Thorsten Walter
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https://www.oceanblog.de/wp-content/uploads/2024/02/girl-1098612_422694_Pixabay_fucus_enh.jpg 1258 1900 Thorsten Walter https://www.oceanblog.de/wp-content/uploads/2023/11/oceanBLOG_Logo_web.svg Thorsten Walter2024-02-09 08:00:382024-02-12 11:35:26Die Wirkung von Fucus auf Körper und Haut
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