Acht Pfoten gegen Bürofrust
In einer kleinen Firma wie oceanBASIS ist die Aufgabenverteilung meistens klar: Einer macht das Marketing, eine die Buchhaltung, der Chef macht alles ein bisschen – manchmal auch ein bisschen falsch – und dann sind da noch Jane und Sebo. Das sind unsere beiden „Chief Happiness Officers“.
Inhaltsverzeichnis
Warum unsere Bürohunde die eigentlichen Chefs sind
Wer glaubt, Hunde im Büro seien nur für das Aufsaugen von heruntergefallenen Krümeln zuständig, hat weit gefehlt. Hier sind vier Gründe, warum unsere zwei Fellnasen das beste Investment seit der Kaffeemaschine sind:
1. Deeskalations-Profis in haarigen Situationen
Meetings können stressig sein. Die Deadline drückt, die Zahlen sind rot, und die Stimmung ist kurz davor, in den Keller zu wandern. Aber versuche mal, einen passiv-aggressiven Kommentar abzugeben, während Jane Dich wie eine Sphinx liegend anschaut.
Hunde-Effekt: Ein lautes Hundeschnarchen oder ein entspanntes „Lüftchen“ aus der Ecke während einer wichtigen Präsentation holt jeden Perfektionisten sofort wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Ergebnis: Wer lacht, streitet nicht.
2. Das Verkaufs-Geheimnis
In Zeiten von zögerlichem Kaufverhalten haben wir die absoluten „Super-Seller“: Wenn Kundinnen und Kunden an den Verkaufstresen kommen und von zwei wedelnden Schwänzen begrüßt werden, ist das Eis sofort gebrochen. Der Kauf eines Oceanwell-Produkts ist dann nur noch Formsache.
3. IT-Seelsorge auf vier Pfoten (und ohne Tickets)
Wir kennen es alle: Das Internet lahmt, der Drucker frisst das wichtigste Dokument des Tages und Windows macht genau dann ein Update, wenn man in fünf Minuten präsentieren muss. In solchen Momenten ist der Abruf beim „Süß-Admin“ oft ernüchternd („Hast Du es schon mit Aus- und Einschalten versucht?“).
Hier kommen Jane und Sebo ins Spiel: Sie sind die weltbesten Zuhörer für technische Verzweiflung:
Während ein menschlicher Kollege vielleicht genervt die Augen rollt, wenn man zum zehnten Mal das Passwort vergessen hat, schenkt einem der Bürohund diesen tiefgründigen, emotionslosen Blick. Der Hund fragt nicht: „Hast Du etwa vergessen, zwischenzuspeichern?“ Er fragt nur: „Kraulst Du mich trotzdem?“
Das Ergebnis: Der Blutdruck sinkt schneller, als der Computer hochfahren kann.
“Haarige” Zeiten
oceanBASIS am Tiessenkai war schon immer sehr offen für die Anwesenheit von Hunden. Da war Lucy, die uns viele Jahre begleitet hat. Durch sie wurde der Begriff “Hunderunde” für den mittäglichen Spaziergang um den Holteneuer Leuchtturm geprägt. Auch die zwei halbwüchsigen Labrador-Brüder Sam und Paul haben ein paar Jahre lang den Alltag aufgelockert. Hin und wieder war Labrador “Mister” an Bord und seit 2023 ist auch der Rüde Sebo Teil der Tiessenkai-Crew. Seine Spezialität ist das morgendliche Jaulen zur Begrüßung, sobald er das Büro betritt, oder dass er auch mal jaulend das wöchentliche Mittwochs-Meeting eröffnet.
Die Hundedame Jane ist seit 2025 Mitglied des CRM- und oceanBASIS-Teams. Sie ist eine ruhige, 14-jährige Cairn-Terrier-Hündin, die ihrem Herrchen auf Schritt und Tritt folgt. Dabei hat sie ein ganz großes Talent: Sie steht und liegt optimal im Weg. 😆 Somit zwingt sie auch Nicht-Hundebesitzerinnen und -Besitzer zur Achtsamkeit, denn sie könnte just in diesem Moment vor seinen Füßen stehen. Jane ist komplett sozialisiert – auch mit anderen Hunden. Sie hat seit Jahren schon nicht mehr gebellt (nur im Schlaf).
Wenn sie morgens am Tiessenkai aus dem Auto steigt und auf dem Weg zu oceanBASIS die Neuigkeiten am Kai erschnüffelt, dann begrüßt sie gern auch Spaziergänger oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schiffecafés.
Wissenschaftliche Beweise, warum Bürohunde den Büroalltag beleben
Die positiven Auswirkungen von Vierbeinern im Büro sind schriftlich belegt. Sie wirken beruhigend und können helfen, Stresshormone wie Cortisol zu senken. Der Kontakt mit Hunden fördert die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin, was die Stimmung hebt. Die gemeinsame Pflege und Verantwortung für den Hund stärken den Zusammenhalt im Team. Insgesamt sorgt ein Hund für eine entspannte und freundliche Arbeitsatmosphäre.
Ein Hund kann die Achtsamkeit im Büro auf sehr wirkungsvolle Weise fördern:
1. Präsenz im Hier und Jetzt
Hunde leben im Moment. Sie reagieren unmittelbar auf ihre Umgebung. Ihre Anwesenheit erinnert Teammitglieder daran, ebenfalls im „Jetzt“ zu sein, statt gedanklich in der Vergangenheit oder Zukunft zu verharren.
2. Bewusste Pausen und Atmung
Wenn man mit einem Hund spielt, ihn streichelt oder mit ihm spazieren geht, wird eine kleine Auszeit genommen. Diese Pausen fördern bewusstes Atmen und Entspannung – die Kernelemente der Achtsamkeit.
3. Sinneswahrnehmung schärfen
Hunde reagieren auf kleine Veränderungen in der Umgebung (Gerüche, Geräusche, Bewegungen). Mitarbeitende, die sich auf den Hund einlassen, schärfen ihre eigenen Sinne und werden aufmerksamer für Details im Alltag.
4. Stressbewältigung durch Körperkontakt
Das Streicheln eines Hundes aktiviert das parasympathische Nervensystem, das für Entspannung sorgt. Dieses bewusste Fühlen und Wahrnehmen des Moments steigert die Achtsamkeit.
5. Förderung von Empathie und Aufmerksamkeit
Die Verantwortung für das Wohl des Hundes erfordert Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit. Das stärkt die Fähigkeit, achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen.
6. Strukturierte Unterbrechungen
Ein Hund benötigt regelmäßige Pausen für Bewegung. Diese „erzwungenen“ Unterbrechungen helfen, den Fokus zu resetten und mit neuer Klarheit weiterzuarbeiten.
Unsere “Dogs on the Docks” sind also die perfekte Ergänzung unseres Teams und stärken das Gemeinschaftsgefühl.
Bildnachweise
Titelbild: Maksym Boiko (KI-generiert) auf Pixabay.com
Hunde „Mister“ und „Jane“: oceanBASIS GmbH
Pfotenabdrücke im Sand: Thomas Breher auf Pixabay.com










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